Akkreditierung

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Akkreditierung 2018-05-31T05:04:41+00:00

Akkreditierungsreglement der SKWM

Die Schweizer Kammer für Wirtschaftsmediation akkreditiert Wirtschaftsmediatorinnen und -mediatoren SKWM, ebenso wie Konfliktmanagerinnen und -manager SKWM. Für die Akkreditierung von einzelnen Personen sind nachfolgende Akkreditierungsregel massgebend.

Der Vorstand der SKWM erlässt gestützt auf Art. 6, Ziff. 4 sowie Art. 9 und 10 der Statuten folgendes Reglement betreffend die Akkreditierung von Wirtschaftsmediatoren(innen):

Grundlagen

1. Die Akkreditierung soll Aussenstehenden dartun, dass die akkreditierte Person eine den internationalen Standards entsprechende Ausbildung, insbesondere auf dem Gebiet der Wirtschaftsmediation, und Erfahrung in Wirtschaft und Verwaltung erworben und immer wieder vertieft hat, die es ihr ermöglichen, gewerbsmässig als Wirtschaftsmediator(in) tätig zu sein.
2. Der Vorstand der SKWM akkreditiert natürliche Personen als Wirtschaftsmediatoren(innen) für einen Zeitraum von drei Jahren. Die Erneuerung ist für jeweils drei Jahre möglich.
3. Vorausgesetzt werden für die erstmalige Akkreditierung:

a) entweder:
Grundausbildung mit Abschluss an einer Hochschule oder Fachhochschule sowie drei Jahre Berufserfahrung nach abgeschlossener Grundausbildung in der Wirtschaft oder Verwaltung.

oder:
Fünf Jahre Berufserfahrung nach abgeschlossener Grundausbildung, wovon mindestens drei Jahre in der Wirtschaft oder Verwaltung.

b) mindestens 120 Stunden Mediationsausbildung, wovon
– mindestens 40 Stunden spezifische Ausbildung in Wirtschaftsmediation und
– mindestens 36 Ausbildungsstunden in einem zusammenhängenden Ausbildungsblock

c) Tätigkeit als Trainer für Wirtschaftsmediation wird der Mediationsausbildung gleichgestellt.
d) Der Vorstand kann in ausserordentlichen Fällen einstimmig Ausnahmen von den vorgenannten Voraussetzungen genehmigen, wenn der (die) Antragsteller(in) über eine ausgewiesene Mediationserfahrung und -fähigkeit verfügt und seine Aufnahme der Kammer dienlich ist.

4. Das Vorliegen der Voraussetzungen für die Akkreditierung ist durch Zertifikate oder Atteste nachzuweisen, welche dem Antrag auf Akkreditierung beizulegen sind.
5. Die Mediatoren(innen) SKWM sind gehalten, sich fortlaufend spezifisch in Wirtschaftsmediation weiterzubilden.
6. Ihre Akkreditierung wird erneuert, wenn sie sich in genügendem Umfang für die Mediation engagiert haben.

Ihre Aktivitäten müssen innert der letzten drei Jahre die Summe von mindestens 36 durch den Vorstand anerkannten Punkte ergeben. Fünf überschüssige Punkte können auf die nächste Anerkennungsperiode übertragen werden.

Für folgende Aktivitäten werden die folgenden Punkte erteilt:

6 Punkte für Mediation

Referenten- und Dozententätigkeit:
3 Punkte für Referat zum Thema Mediation
1 Punkt für Dozententätigkeit (max. 20 Punkte pro Anerkennungsperiode)

Publikationen:
1 Punkt pro 1000 veröffentlichte Zeichen
Die Herausgabe von Schriften und Büchern oder anderweitige Medienarbeit wird durch den Vorstand individuell bewertet.

Mediationsspezifische Weiterbildung:
1 Punkt pro Lektion

Mediationsverwandte Weiterbildung
1/2 Punkt pro Lektion
(max. 10 Punkte pro Anerkennungsperiode)

Der Vorstand kann weitere Leistungen im Dienste der Mediation auf schriftliches Gesuch des Mitglieds hin anerkennen. Der Vorstand ist in der Würdigung und Vergabe von Punkten frei.

7. Das Vorliegen der Voraussetzungen für die Erneuerung einer Akkreditierung ist durch ein vom Vorstand genehmigtes Formular mittels Selbstdeklaration nachzuweisen.

Der Vorstand ist berechtigt, Stichproben vorzunehmen. In diesem Fall ist das Mitglied verpflichtet, die deklarierten Punkte nachzuweisen.

Für die Anerkennung von mediationsverwandten Weiterbildungen und weitere Leistungen im Dienste der Mediation ist der Vorstand berechtigt, eine Aufwandentschädigung zu erheben.

Anerkannte Mediationsausbildungen

8. Der Vorstand bestimmt, welche Veranstaltungen der Kammer oder der Sektionen als Ausbildung oder Fortbildung anerkannt werden und in welchem Umfang.
9. Der Antrag auf Anerkennung einer Veranstaltung gemäss Ziffer 8 ist dem Vorstand spätestens 3 Monate vor Durchführung zu stellen unter Beilage des vollständigen Kursmaterials.
10. Der Vorstand bestimmt ferner, welche Ausbildungsstätten oder Veranstaltungen Dritter von ihm im Rahmen des vorliegenden Reglements als Ausbildung oder Fortbildung anerkannt werden, unter gleichzeitiger Angabe, ob die Ausbildung gesamthaft genügend ist oder nur teilweise angerechnet wird, gegebenenfalls in welchem Umfang.
11. Die SKWM führt eine Liste der anerkannten Veranstaltungen oder Ausbildungsstätten. Diese kann beim Vorstand der örtlich zuständigen Sektion oder im Internet (www.skwm.ch) eingesehen werden.
12. Diese Liste kann jederzeit durch Streichungen oder Ergänzungen nach den neuesten Erkenntnissen geändert werden.
13. Für die Akkreditierung oder Erneuerung einer Akkreditierung ist die im Zeitpunkt der Ausbildung publizierte Liste massgebend.

Wirkungen der Akkreditierung

14. Die akkreditierten Mediatoren(innen) können sich in der Öffentlichkeit als “Mediator SKWM”, “médiateur CSMC”, “mediator SCCM” oder “mediatore CSMC” bezeichnen.
15. Die SKWM führt eine Liste der akkreditierten Wirtschaftsmediatoren(innen). Diese kann beim Vorstand der örtlich zuständigen Sektion oder im Internet (www.skwm.ch) eingesehen werden.
16. Die Akkreditierung und die Erneuerung der Akkreditierung verpflichten zur Bezahlung der vom Vorstand festgesetzten Bearbeitungsgebühren einschliesslich eines Kostenbeitrags für die Aufnahme in die Internet-Liste, zur Zahlung der Mitgliedschaftsbeiträge an die zuständige Sektion und zur strikten Einhaltung der vom Vorstand erlassenen Standesregeln.
17. Die Akkreditierung kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes durch den Vorstand gemäss den Bestimmungen des Artikels 10 der Statuten mit sofortiger Wirkung widerrufen werden.
18. Wird die Akkreditierung widerrufen oder wird sie nicht fristgerecht erneuert, so entfällt das Recht, sich in der Öffentlichkeit als “Mediator SKWM”, “médiateur CSMC”, “mediator SCCM” oder “mediatore CSMC” zu bezeichnen.
19. Der/die Mediator(in) wird aus den von der Kammer geführten Listen der akkreditierten Mediatoren(innen) gestrichen.

Verfahren

20. Die Anträge auf Akkreditierung oder Erneuerung der Akkreditierung sind unter Verwendung der von der SKWM herausgegebenen Formulare zu stellen.
21. Der Vorstand setzt die für die Bearbeitung zu entrichtenden Gebühren und den Kostenbeitrag für die Aufnahme in die Internet-Liste fest.
22. Die Erneuerung einer Akkreditierung ist mindestens zwei Monate vor Ende der Akkreditierungsperiode zu beantragen. Der Antrag kann auch noch während sechs Monaten nach Ablauf gestellt werden, dann allerdings unter Entrichtung einer Verspätungsgebühr, deren Höhe vom Vorstand bestimmt wird.

Der Vorstand fordert die Mitglieder zu gegebener Zeit auf, ihre Akkreditierung zu erneuern.

23. Der Antrag auf Akkreditierung oder Erneuerung einer Akkreditierung ist bei der Geschäftsstelle der SKWM einzureichen.

Die Geschäftsstelle zusammen mit dem/der Vizepräsidenten/in schlägt dem Vorstand die Akkredierung oder Nicht-Akkreditierung in elektronischer Form vor.

Jedes Mitglied des Vorstands hat das Recht die Akkreditierung oder die Nicht-Akkreditierung innert einer Frist von 20 Tagen Einsprache zu erheben. Im Fall einer Einsprache entscheidet der Gesamtvorstand definitiv über das Akkreditierungsgesuch.

Eine Akkreditierung wird ohne Angabe von Gründen abgelehnt. Eine Beschwerde ist ausgeschlossen.

24. Bei Versäumung der Frist für die Erneuerung einer Akkreditierung kann ein Antrag auf erneute Akkreditierung entsprechend den Bestimmungen über eine Erst-Akkreditierung gestellt werden.
25. Die Geschäftsstelle übergibt dem(der) Antragssteller(in) durch Vermittlung der geographisch zuständigen Sektion eine schriftliche Bestätigung über die erfolgte Akkreditierung bzw. Erneuerung der Akkreditierung mit Angabe der massgeblichen Zeitdauer.

Übergangsbestimmungen

26. Dieses Reglement tritt am 1. Oktober 2007 in Kraft. Für die Erneuerungen der Akkreditierung per 1. Januar 2008 gilt dieses Reglement bereits.

Der Präsident
Peter Ruggle
Die Geschäftsstelle
Daniel Kneubühl
Der Vorstand der SKWM erlässt folgendes Reglement betreffend die Akkreditierung von „Konfliktmanagern 1)“: 

Grundlagen

1. Die Akkreditierung soll Aussenstehenden dokumentieren, dass die akkreditierte Person eine den SKWM Standards entsprechende Ausbildung erworben hat – und kontinuierlich vertieft, die es ihr ermöglicht, sich Konfliktmanager SKWM zu nennen.
2. Ein Konfliktmanager verfügt über eine Ausbildung, die sich intensiv mit der Entstehung, den Erscheinungsformen und den Ausprägungen des Konflikts in Unternehmungen und Organisationen auseinandersetzt. Dabei beschäftigen sich Konfliktmanager mit dem konstruktiven Umgang mit Konflikten sowie deren Beilegung (z.B. durch Mediation) in Unternehmen und Organisationen. Weiter kennen sie verschiedene Formen, mit denen das Konfliktmanagement (als System) in Organisationen implementiert werden kann. Im Unterschied zu den Mediatoren liegt ihr Ausbildungsfokus stärker auf den verschiedenen Konzepten zur Bearbeitung innerbetrieblicher Konflikte und weniger auf dem Handwerk der Konfliktklärung durch Mediation als solches.

Akkreditierung

3. Der Vorstand der SKWM, bzw. in dessen Auftrag die Fachgruppe „Konfliktmanagement“ akkreditiert natürliche Personen als „Konfliktmanager“ für einen Zeitraum von drei Jahren. Eine Re-Akkreditierung erfolgt für drei Jahre.

Voraussetzungen

4. Vorausgesetzt werden für die erstmalige Akkreditierung:
a) Grundausbildung mit Abschluss an einer Hochschule, Fachhochschule oder von der SKWM anerkannten Bildungseinrichtung, sowie drei Jahre Berufserfahrung nach abgeschlossener Grundausbildung als interne Leitungsperson, HR- oder Legal-Mitarbeiter, Fachperson in einer komplexen Triageposition (z.B. Sozialdienst), Ombudsperson oder vergleichbare Funktion. oder: Fünf Jahre Berufserfahrung nach abgeschlossener Grundausbildung, wovon mindestens drei Jahre wie vorgenannt.
 b) mindestens 120 Stunden Ausbildung in Konfliktmanagement wovon – mindestens
20 Stunden Persönliche Konfliktkompetenz
55 Stunden Methodentraining und Grundlagen des Konfliktmanagements
20 Stunden Praxistransfer
25 Stunden (Grundlagen der) Mediation

Weitere Bestimmungen

5. Eine Ausbildung als Coach / Organisationsberater BSO kann mit maximal 20 Stunden angerechnet werden.
6. Eine Ausbildung, die zur Akkreditierung als Mediator SKWM, SAV oder SDM geführt hat, genügt als Grundlage zur Anerkennung als Konfliktmanager SKWM, sofern darüber hinaus der Nachweis erbracht wird, dass:

a) Eine mindestens zweijährige praktische Erfahrung im Umgang mit innerbetrieblichen Konflikten vorliegt, bzw. mindestens 4 innerbetriebliche Mediationen erfolgreich durchgeführt wurden (hierfür muss detaillierter Nachweis erbracht werden), oder
b) spezifische Weiterbildungen im Zusammenhang mit innerbetrieblichen Konfliktsituationen im Umfang von 30 Stunden nachgewiesen werden können.

7.  Der Vorstand kann in ausserordentlichen Fällen einstimmig Ausnahmen von den vorgenannten Voraussetzungen genehmigen, wenn der (die) Antragsteller(in) über eine ausgewiesene Konfliktmanagementerfahrung und -fähigkeit verfügt und seine / ihre Aufnahme der Kammer dienlich ist
8. Das Vorliegen der Voraussetzungen für die Akkreditierung ist durch Zertifikate oder Atteste nachzuweisen, welche dem Antrag auf Akkreditierung beizulegen sind.

Re-Akkreditierung

9. Die „Konfliktmanager“ SKWM sind gehalten, sich spezifisch in Konfliktmanagement / Mediation weiterzubilden.
10. Ihre Akkreditierung wird erneuert, wenn sie in genügendem Umfang Nachweis über den innerbetrieblichen Einsatz von Konfliktmanagement erbringen und / oder im entsprechenden Umfang Weiterbildungen zum Thema innerbetriebliches Konfliktmanagement besuchen. Für folgende Aktivitäten werden Punkte erteilt:

  • Innerbetriebliches Konfliktmanagement/ Konfliktprävention – initiierte, triagierte oder aktiv begleitete Fälle
  • betriebsinterne Referate / Workshops zum Thema Konfliktmanagement
  • Publikationen pro 1000 veröffentlichte Zeichen. Die Herausgabe von Schriften und Büchern oder anderweitige Medienarbeit wird durch den Vorstand individuell bewertet.
  • Konfliktmanagementspezifische Weiterbildung sowie Weiterbildung im Bereich Mediation
    Der Vorstand kann weitere Leistungen im Dienste des Konfliktmanagements oder der Mediation auf schriftliches Gesuch des Mitglieds hin anerkennen.
11. Das Vorliegen der Voraussetzungen für die Erneuerung einer Akkreditierung ist durch ein vom Vorstand genehmigtes Formular mittels Selbstdeklaration nachzuweisen. Der Vorstand ist berechtigt, Nachweise zu verlangen. In diesem Fall ist das Mitglied verpflichtet, die deklarierten Punkte nachzuweisen.

Wirkungen der Akkreditierung

12. Die akkreditierten „Konfliktmanager“ können sich in der Öffentlichkeit als “„Konfliktmanager SKWM”, “Géstionaire de conflits CSMC”, “Conflict Manager SCCM” bezeichnen.
13. Die SKWM führt eine Liste der akkreditierten „Konfliktmanager“. Diese kann beim SKWM- Sekretariat eingesehen werden.
14. Die Akkreditierung und die Erneuerung der Akkreditierung verpflichten zur Bezahlung der vom Vorstand festgesetzten Bearbeitungsgebühren.
15.  Die Akkreditierung kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes durch den Vorstand gemäss den Bestimmungen des Artikels 10 der Statuten mit sofortiger Wirkung widerrufen werden.
16.  Wird die Akkreditierung widerrufen oder wird sie nicht fristgerecht erneuert, so entfällt das Recht, sich in der Öffentlichkeit als “„Konfliktmanager SKWM”, “, “Géstionaire de conflits CSMC”, “Conflict Manager SCCM” zu bezeichnen.

Verfahren

17. Die Anträge auf Akkreditierung oder Erneuerung der Akkreditierung sind unter Verwendung der von der SKWM herausgegebenen Formulare zu stellen.
18. Der Vorstand setzt die für die Bearbeitung zu entrichtenden Gebühren fest.
19. Der Vorstand fordert die Mitglieder zu gegebener Zeit auf, ihre Akkreditierung zu erneuern. Das akkreditierte Mitglied verpflichtet sich, innert 2 Monaten den Nachweis ausreichender Weiterbildung einzureichen.
20. Der Antrag auf Akkreditierung oder Re-Akkreditierung ist bei der Geschäftsstelle der SKWM einzureichen.
Der Vorstand entscheidet über die Akkreditierung oder die Nicht-Akkreditierung. Eine Akkreditierung oder Re-Akkreditierung kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden. Eine Beschwerde ist ausgeschlossen.
21. Die Geschäftsstelle übergibt dem(der) Antragssteller(in) eine schriftliche Bestätigung über die erfolgte Akkreditierung bzw. Re-Akkreditierung mit Angabe der massgeblichen Zeitdauer.

Anerkannte Konfliktmanagementausbildungen

22. Der Vorstand bestimmt, welche Ausbildungsstätten anerkannt werden.

Ausbildungen zum Konfliktmanager SKWM sollten jene Voraussetzungen bieten, die zur Erlangung des Titels für die individuellen Antragsteller erforderlich sind. (Siehe Punkt 4b).

Bei geringfügigen Abweichungen kann der Vorstand dennoch eine Ausbildung akkreditieren, sofern fehlende Elemente durch gleichwertige ausgeglichen werden, oder ohne grossen Aufwand durch die individuellen Antragsteller andernorts akquiriert werden können.
Für die offizielle Listung als von der SKWM anerkannte Ausbildung deren Absolvierung zum Tragen des Titels „Konfliktmanager SKWM“ berechtigt, wird eine jährliche Gebühr erhoben.

Die Höhe der Gebühren für die erstmalige Prüfung und für die Prüfung in den Folgejahren wird vom Vorstand festgelegt.

Der Vorstand bestimmt, welche Veranstaltungen als Weiterbildung anerkannt werden und in welchem Umfang.

1) Der Begriff „Konfliktmanager“ bezieht sich auf männliche und weibliche Konfliktmanager.

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