Wirtschaftsmediation 2018-08-26T10:16:58+00:00

Wirtschaftsmediation

Konflikte und Streitigkeiten schlichten, Brücken schlagen und Lösungen gemeinsam finden

Mediation ist ein strukturiertes Verfahren zur aussergerichtlichen Regelung von Konflikten. Wirtschaftsmediation findet in folgenden Kontexten statt:

Zwischen Unternehmen und Geschäftspartnern

  • Forderungsstreitigkeiten (Liefer-/Zahlungsverzug)
  • Vertragsstreitigkeiten
  • Schadenersatz, Reklamationen
  • Patent-/Markenrecht
  • Fusionen/Übernahmen
  • Streitigkeiten aus der Zusammenarbeit in Projekten und Grossvorhaben  (beispielsweise: Bauprojekte, Infrastrukturprojekte, IT-Projekte, …)

In Unternehmen, Verwaltungen

  • Konflikte zwischen Mitarbeitenden
  • Konflikte zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden
  • Konflikte in Teams, zwischen Teams/Abtelungen
  • Bossing/Mobbing
  • Streitigkeiten im Rahmen der Sozialpartnerschaft (Personalkommissionen Geschäftsleitung, Personalabteilung)
  • Übergabe-/Nachfolgekonflikte
  • Konflikte zwischen Gesellschaftern

Zwischen Unternehmen, Verbänden, Behörden, Öffentlichkeit

  • Konflikte um Gesamtarbeitsverträge
  • Konflikte um Werkschliessungen, Entlassungen, Sozialpläne
  • Umweltkonflikte
  • Konflikte bei Bewilligungen und Einsprachen für Bauprojekte

Beim Entscheid für eine Mediation einigen sich die Parteien freiwillig auf eine eigenverantwortliche Bearbeitung ihres Konflikts. Im Unterschied zu einem Gerichts-­ oder Schiedsgerichtsverfahren, einer Schlichtung oder einem gerichtlichen Vergleich bestimmen und gestalten die Beteiligten in der Mediation die Lösungen und Ergebnisse selbst. Sie werden darin von Mediatorinnen und Mediatoren unterstützt. Die akkreditierten MediatorInnen des SKWM sind dabei allparteilich und zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Die Aufgabe der Mediation besteht dabei nicht “Schuldige” zu finden, sondern vielmehr werden die Interessen der einzelnen Parteien sichtbar und verständlich gemacht. Die Aufgabe der MediatorInnen ist es, mit Hilfe eines strukturierten Prozesses die Beteiligten in ihrer Kompetenz zu stärken und eigene Lösungen für ihre Konflikte zu erarbeiten.

Die Mediation sieht sich dabei als „Brückenbauer“, das Trennende zwischen zwei Parteien wird überwunden und das ursprünglich gemeinsame Ziel steht am Ende als Verbindlichkeit wieder im Fokus.

Mediation ist: MediatorInnen sind: Konfliktparteien sind:
  • vertraulich
  • strukturiert
  • freiwillig
  • ergebnisoffen
  • allparteilich
  • unabhängig
  • qualifiziert
  • professionell
  • eigenverantwortlich
  • an einer konstruktiven
  • Konfliktbearbeitung interessiert
  • erarbeiten eigene Lösungen

Handlungsfreiheit und Schutz der Reputation

Wirtschaftsmediation ist aktives Risikomanagement. Bei einem Gerichtsverfahren geben die Parteien alles aus der Hand. Mediation ermöglicht uneingeschränkte Handlungsfreiheit. Was, wann und wie zu regeln ist bestimmen die Parteien aktiv und selbst. Mediationen sind vertraulich. Informationen daraus werden nur veröffentlicht, wenn die Parteien das wünschen. Mediation schützt somit die Reputation von Unternehmen. Vereinbarungen können in der Mediation nur gemeinsam geschlossen werden. Dies verhindert einseitige Lösungen. Mediation ist freiwillig. Den Parteien steht es also frei, ein Mediationsverfahren jederzeit abzubrechen.

Die Vorteile von Mediation

Sowohl im Gerichts- als auch im Schiedsgerichtsverfahren wird die Lösung des Konfliktes vom (Schieds-)Richter bestimmt. Eine Lösung ausserhalb des von den Parteien mit ihren Rechtsbegehren gesetzten Rahmens ist nicht möglich. Das Mediationsverfahren erlaubt den Parteien, eine ihren Bedürfnissen entsprechende Lösung des Konfliktes zu wählen.
Mediation ist ein schnelles Verfahren und kann innert weniger Tage begonnen werden. Oftmals genügen eine oder zwei Tagessitzungen, um eine Lösung zu finden oder den Schluss zu ziehen, dass der Konflikt zum jetzigen Zeitpunkt nicht durch die Mediation lösbar ist.
Wegen der Kürze und Effizienz des Verfahrens reduzieren sich die Kosten des Verfahrens auf einen Bruchteil der Kosten eines ordentlichen Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahrens.
Die Parteien haben die Möglichkeit, kreative, den “Kuchen” vergrösserende Konfliktlösungen (win-win-solutions) zu erarbeiten, bei denen die Interessen beider Parteien berücksichtigt werden.
Der Mediationsprozess bezweckt, die Konfliktparteien zu versöhnen. Auf die Geschäftswelt übertragen heisst dies, dass damit die Geschäftsbeziehungen erhalten bleiben und tragfähige, dauerhafte Lösungen erzielt werden sollen.

Fragen und Antworten zum Thema Mediation

In jeder Angelegenheit, bei der die Parteien von den vorgenannten Vorteilen profitieren könnten. Insbesondere, wenn einer Parteibeziehung oder einer Geschäftsbeziehung mit einer einvernehmlichen Lösung besser gedient ist als mit einem langwierigen Schiedsgerichtsverfahren. Je komplexer und emotionaler ein Konflikt ist, je unvorhersehbarer Gerichts- oder Schiedsentscheide sein können, je mehr Beteiligte im Konflikt involviert sind, umso geeigneter kann ein Mediationsverfahren sein.
Im Wirtschaftsbereich gibt es viele Konstellationen, in welchen Parteien auf Grund von Verträgen oder gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen an einer länger dauernden Zusammenarbeit interessiert sind (z.B. Franchisingverträge, Exklusivvertriebsrechte, Zusammenarbeit im Baubereich, Lizenzen, usw.). Hier eignet sich die Konfliktlösung durch ein Mediationsverfahren besonders.

Die Beiziehung eines qualifizierten Anwaltes wird empfohlen, aber keineswegs vorausgesetzt. Wichtig ist dagegen, dass die Partei, welche an der Mediation teilnimmt, über Entscheidungsmacht verfügt, um den Konflikt zu beenden.

Mediatoren sind weder Richter noch Schiedsrichter. Sie sind neutrale Vermittler, die den Streit weder werten noch beurteilen. Die Hauptaufgabe von Mediatoren besteht darin, den Parteien zu helfen, konstruktiv zu verhandeln. Sie erleichtern die Kommunikation zwischen den Parteien und schaffen eine Gesprächsatmosphäre, die es erlaubt, die identifizierten Probleme zu besprechen. Sie erkennen Einigungs- und Kommunikationshindernisse und verwenden spezielle Techniken, um solche Hindernisse zu beseitigen. Die Mediatoren schaffen ein Gesprächsklima, das es den Parteien ermöglicht, untereinander ein für konstruktive Verhandlungsgespräche notwendiges Vertrauen aufzubauen.
Mediatoren unterstützen die Parteien darin, ihre eigenen kreativen Vorschläge zu entwickeln, welche den Konflikt auf eine Art und Weise lösen, die beide Parteien zufrieden stellt. Haben die Parteien ihre eigene Lösung ihres Konfliktes gefunden, werden die Mediatoren diese Vereinbarung schriftlich festhalten.

Die Kosten eines Mediationsverfahrens bestehen aus den Gebühren der Mediation und eventuellem Auslagenersatz. Zu Beginn eines Mediationsverfahrens einigen sich die Parteien und der Mediator über die Grundsätze der Entschädigung.

Mediation ist eine unverbindliche Konfliktlösungsmethode und beruht auf absoluter Freiwilligkeit der Parteien. Jede Partei kann das Verfahren zu jedem Zeitpunkt abbrechen, wenn sie sich dabei nicht mehr wohl fühlt. Während der Dauer des Mediationsverfahrens soll jede Partei in guten Treuen an einer optimalen Konfliktlösung in ihrer Gesamtheit mitarbeiten. Jede Partei muss sich an die vereinbarten Mediationsregeln halten.
Mediation ist ein vollständig privates und vertrauliches Verfahren. Die Parteien und der Mediator/die Mediatorin vereinaren die absolute Vertraulichkeit aller Informationen, welche sie während der Mediation erhalten, und sie verpflichten sich, diese – sollte das Mediationsverfahren gescheitert sein – auch nicht in einem Folgeprozess oder in einem Schiedsgerichtsverfahren zu verwenden. Jede Partei verpflichtet sich ausserdem, den von ihr übernommenen Anteil an den Kosten der Mediation zu tragen. In der Regel werden die Kosten der Mediation von den Parteien gemeinsam getragen.

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